Kreativer nachhaltiger Umgang mit Kleidung

Expertengespräch im Fundhaus in Gleidorf

Elisabeth Prantner von Bis es mir von Leibe fällt e.V., Christine Bargstedt von der Projektschneiderei, Laura Trelle, Praktikantin der Textile, Matthias und Silke Vollenberg von TEAM IMPULS Schmallenberg GmbH.

 

Kleidung, die Spaß macht und nachhaltig ist. Zum Expertengespräch im Fundhaus in Gleidorf kamen viele Interessierte, die sich über das Thema „Fair Fashion“ informieren wollten. Elisabeth Prantner von “Bis es mir vom Leibe fällt e.V.” ist aus diesem Grund nach Schmallenberg gereist. Sie zeigte, dass mit Textilien sowohl kreativ als auch nachhaltig umgegangen werden kann.

Die Designerin und Gründerin von „Bis es mir vom Leibe fällt e.V.“ und dem gleichnamigen Veränderungsatelier in Berlin, hatte einige Tipps, Tricks und Geschichten anzubieten. Im Veränderungsatelier wird beispielsweise Kleidung repariert. Jeans, Pullover und abgenutzte Kanten von Herrenhemden bekommen ein neues Design. Fehlkäufe und geschenkte Sachen, die nicht mehr gefallen, können ebenso gebracht werden und zu Einzelstücken verarbeitet werden, die dem eigenen Stil entsprechen. Außerdem kann Kleidung umfunktioniert werden, sodass aus dem alten Hemd ein neuer Gürtel wird. Upcycling, ist ein weiteres Stichwort, bei dem in der hohen Schneiderkunst zum Beispiel Kleider aus Jacken angefertigt werden. Es gibt also viele Möglichkeiten, Kleidung zu verwerten, die sonst im Müll landen würde. „Wir praktizieren Nachhaltigkeit, indem wir Ressourcen schonen und sozial nachhaltig agieren“, so Prantner. Darum kümmert sich der Verein auch um den Mode-Nachwuchs in der Schule und vermittelt kreative Kenntnisse zum nachhaltigen Umgang.

 

Nachhaltige Kleidung Shoppen

Doch auch das Angebot für faire Mode ist heutzutage groß. In Geschäften und online findet sich eine Auswahl an Kleidung, die unter fairen und ökologischen Produktionsbedingungen hergestellt worden ist. Doch beim Shoppen ist es nicht immer leicht, diese Mode zu finden. Es gibt dennoch einige Siegel und Marken, die verlässlich sind, wie die Label Fairtraide Certified Cotton von Transfair, GOTS, EU Ecolabel, Fair Wear Foundation, BEST, bluesign product, Naturland, OEKO-TEX und Naturleder IVN zertifiziert usw. „Nachhaltigkeit bedeutet für uns persönlich Qualität“, sagt Christine Bargstedt, Leiterin des Festivals „Die Textile“ und Inhaberin der Projektschneiderei. „… und Qualität manifestiert sich in unterschiedlichen Formen“.

Wer sich weiter für die Siegel interessiert, kann sich unter www.siegelklarheit.de informieren. Die Seite www.fairfashionguide.de gibt zudem weitere Einbl

icke in das Thema „Fair Fashion“.

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