In situ – Studierende der Universität Paderborn stellen auf dem Festival für textile Kunst im öffentlichen Raum in Schmallenberg aus

Fünfzehn Textil- und Mode-Textil-Design Studentinnen der Universität Paderborn haben für die Stadt Schmallenberg ortsbezogen gearbeitet und präsentieren ihre Werke auf der Textile. Bereits im vergangenen November bekamen sie die Möglichkeit, die Stadt und die Veranstalterinnen des Festivals kennenzulernen. Aus den gewonnenen Eindrücken entstanden Werke,  die nun in der Zeit vom 26. bis zum 30.05. 2015 an verschiedenen Außenplätzen, dem Laden in der Weststraße 46 und in und vor der Valentinschule zu sehen sind. Die Studierenden schufen unter der Leitung von Prof. Alexandra Kürtz und Kirsten Kaiser ein weites Spektrum an künstlerischen Projekten.

Die typische Schieferdeckung der Häuserfassaden inspirierte gleich zwei Studentinnen.

1

Schmallenberger Wand, Siebdruck auf Stoff, Schützenplatz, von Julia Pföhler, 2015

Beide Werke beschäftigen sich mit der Diskrepanz zwischen den harten kühlen Schieferplatten und dem wärmenden anschmiegsamen Stoff. Julia Pföhler übertrug ausgewählte Schmallenberger Hausfassaden per Siebdruck auf ein großes, über 20 qm großes Tuch, welches an dem Fahnenmast des Schützenplatzes gehisst ist. Eine andere Studentin erschuf ein Bett mit Schindelmotiven.

Ein weiteres interessantes Außenraumprojekt ist die Installation ‚ge-schlaucht. ge-spannt‘ von Tatjana Deneke. Sie verwendet Fahrradkörbe, -schläuche und Spanngurte, auch diese sind am Schützenplatz zu sehen. Verteilt über den inneren Stadtkern entdecken aufmerksame Besucher übergroße Wollsiegel von Jessica Neugebauer und Lea Bunzler; diese verweisen auf frühere textile Produktionsstätten der Stadt. In einer grünen Lichtung in der Nähe des Rathauses erkennt man in einer Lichtung ein loderndes Feuer, das auf unzählige Schirme gesprüht wurde. Dieses Projekt „Phönix“ erinnert an die vielen Brände in Schmallenberg. Vor der Valentinschule sieht man neben dem Schindelbett noch ein schwarzes Schaf aus Socken und einen Vorhang als Sichtintervention. In der Installation ‚Schattentanz‘ in der Valentinschule von Simona Herzig und Jana Thesing, gehen Schmallenberger Wahrzeichen und verschiedenartige Stoffen eine Symbiose ein, die faszinierende Schatten an die Wand projizieren.

K1600_2

Im Laden in der Weststraße 46 konserviert, kategorisiert und archiviert Mira Falke einzelne Socken, die jedoch als Paar in der Waschmaschine gesteckt wurden. Alina Brinkmann polstert ein Sofa mit einer Miniatur des Schmallenberger Stadtkerns. Linda-Katharina Oetjen nutzt persönliche Dinge eines Schmallenbergers für eine Performance. Ebenso im Ausstellungsladen zeigt Corinna Recksiek ein inszeniertes Foto einer Schuhkorsage, die genähte Korsage ist in einem Schuhgeschäft in der Nähe ausgestellt ist. Mit Kleidung hat sich auch Merle Fahrig beschäftig und aus reproduzierten Fotos aus dem Schmallenberger Stadtarchiv ein Kleid gestaltet.

Offener Laden/Ausstellungsraum in der Weststraße 6
26.-30.05.2015, 14.00-18.00 Uhr, Fr und Sa um 16 Uhr Performance von Linda Oetjen

Workshops in der Valentinschule (Fr, 29. 5. von 14-18 Uhr)
Siebdruck auf Stofftaschen mit Julia Pföhler
Bricolage aus Fahrradschläuchen/-kabeln mit Tatjana Denecke

 

Die Kommentare sind geschlossen.

 

Zum Anfang springen